30 — 08

Sieh die Welt mit

Clemens Augen

Clemens Baldermann hat die grafische Gestaltung des „B“ im Matcha You ABC übernommen. Wir, die textliche Auseinandersetzung mit dem Buchstaben. Dieses Mal dreht sich alles um B wie Bio. Doch bevor wir uns diesem Thema widmen, geht
es erst mal um unsere lieben Designer.

Wie Clemens Baldermann die Welt mit Matcha Augen sieht.

Ziemlich smart – finden wir jedenfalls – hat Clemens Baldermann das „B“ in seine Arbeit für das Matcha You ABC integriert. Das liegt wahrscheinlich daran, dass er einfach gut im smart Denken ist und er für Kunden wie Puma, Bogner oder Völkl, visuelle Brücken schlägt, auf die andere Menschen gar nicht erst kommen würden.

Früher hat er diese Brücken mit Christian Hundertmark im gemeinsamen Design Studio C100 Purple Haze geschlagen. Heute macht er das mit Jan Okusluk zusammen unter dem Namen „Golden Gate“. Auch hier geht es darum, Verbindungen zu schaffen: Zwischen Marke und Handel, visionären Zielen und konkreten Anforderungen. Was dabei raus kommt, wenn die beiden ihre Köpfe zusammenstecken, seht ihr hier:

Lieber Clemens, danke für das Hirnen in unserer Sache. Matcha Love!!
Mehr tolle Sachen von Clemens, die zwar kein Matcha in sich haben, aber Love,
findet ihr hier: Golden Gate.

 

B wie Bio.

Matcha You ist in Bio-Qualität. Also wieso nicht mal über das Bio-Thema reden? Zumal es nicht einfach mit dem Satz getan ist: Hauptsache Bio! Die Biobranche ist ein weites Feld…

Welche Bio Siegel gibt es?
Bio Siegel vs. Bio Eu-Siegel

Matcha You ist Träger des Bio EU-Siegels, das 2010 eingeführt wurde und das deutsche Bio-Siegel damit abgelöst hat. Auf vielen Verpackungen findet man oft beide Zeichen, da das deutsche Bio-Siegel vom Verbraucher gelernt ist und besser verkauft. Inhaltlich gesehen sagen sie das gleiche aus.

Wenn ihr also in Zukunft ein Produkt in den Händen haltet und beide Siegel darauf zu sehen sind, dann kauft ihr keine doppelte Bio-Qualität, sondern einmal dasselbe. Der Hersteller ist einfach nur auf Nummer Sicher gegangen, dass es auch wirklich jeder versteht. Da es uns reicht, ein gutes Gefühl zu verkaufen statt zwei, haben wir uns für das offizielle Bio EU-Siegel entschieden. 🙂

Bio Siegel Standards

Falls ihr euch jetzt fragt, was das Siegel kann und warum wir es brauchen? Nun ja, ein Teil unserer Zutaten kommt natürlich nicht aus Deutschland. Unsere Hauptzutat Matcha ist in Japan zuhause. Und auch der Ingwer wächst noch nicht beim Bauern ums Eck.

Deswegen ist es für uns wichtig, dass gewisse Standards eingehalten werden. Diese da wären: Alle Zutaten stammen aus ökologisch kontrolliertem Anbau, sind gentechnikfrei und werden ohne Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln angebaut.

Wer es noch genauer wissen, kann sich beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft informieren.

Und wer sich fragt, was die ganzen anderen Siegel wie Demeter, Naturland oder Bioland auf den Verpackungen sollen? Die stammen von großen Anbauverbänden, die noch strengere Richtlinien verfolgen. Quer hat hierzu eine gute Übersicht erstellt.

Bio um jeden Preis?

Trotz aller Übersicht empfiehlt sich oft auch der Blick dahinter. Wer Bio kauft, kauft nicht automatisch immer besser und fairer. Seit Bio einen Boom erlebt, ist auch hier der Druck bei den Produzenten gestiegen und ein Preiskampf ausgebrochen. Gleichzeitig schießen die Bio-Supermärkte aus dem Boden und wie immer in der Marktwirtschaft ist dies für viele der kleinen Bioläden oftmals ein Todesurteil.

Und dann wäre da immer noch die Eingangsfrage von oben: Hauptsache Bio, Transportwege und Co egal? Für uns zumindest stellt sich diese Frage immer wieder: wie Bio sind Nahrungsmittel, die einmal um die Welt geflogen sind? Vor allem dann, wenn sie hierzulande in regionaler Qualität erhältlich sind?

Um alleine diese drei differenten Sichtweisen auf die Biobranche zu vertiefen, braucht es einen extra Artikel. Wir belassen es vorerst damit, euch einen groben Überblick zu geben und vertiefen das Thema vielleicht mal an einer anderen Stelle.

Wie viel am Ende von der Bio-Philosophie jeweils noch übrig bleibt? Die Frage darf sich an der Stelle jeder selbst beantworten. 🙂
Auch hier gilt – wie immer – der mündige Konsument entscheidet. Schlicht: durch seinen Konsum.